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Liebe Geschäftspartnerin, lieber Geschäftspartner
Es ist doch noch gut gekommen! Nach einem eher unsteten Sommer erfreuen wir uns nun am milden und schönen Spätsommerwetter. Auch die Börse und die Wirtschaft zeigen nach einer jahrelang rückläufigen oder zumindest wechselhaften Entwicklung wieder Erholungstendenzen.
Freuen wir uns an diesem "Es ist doch noch gut gekommen". Bezüglich Wirtschaft wäre ein genüssliches Ausruhen jedoch völlig verfehlt. Vergessen wir nicht, dass die Schweiz in den 90er Jahren als einziges OECD-Land das reale Bruttosozialprodukt nicht zu steigern vermochte. Wir sind bezüglich Prokopfeinkommen nicht mehr an der Spitze sondern "nur" noch im oberen Mittelfeld. Um auf all die Probleme wie demografische Entwicklung, hohe Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit usw. reagieren zu können, benötigen wir einen angemessenen Zuwachs des Inlandproduktes. Ein solides Wirtschaftswachstum gibt uns auch wieder politischen Handlungs- und Gestaltungsspielraum.
Warum ist unser Wohlstand gefährdet, obwohl wir doch bezüglich Arbeitsstunden und Erwerbsquote an der Spitze der OECD-Länder sind? Wir arbeiten nicht effizient - die stagnierende Arbeitsproduktivität führt zu einer stagnierenden Wirtschaft. Als Rezepte gegen die Wachstumslücke werden u.a. drei Elixiere aufgeführt: Innovation, Unternehmergeist und gute Rahmenbedingungen. Bei den ersten zwei Elementen sind wir Unternehmer gefordert, beim Dritten unsere Politiker, Behörden und Verwaltungen (und natürlich auch wir Stimmbürger!). Hier geht es um Liberalisierung, Marktöffnung, Sanierung der öffentlichen Haushalte, Rückführung der Steuerbelastung und dadurch der Staatsquote, Straffung des Verwaltungsapparates und Reduktion der Regulierungsdichte.
Mit dem Stichwort Regulierungsdichte sind wir bei unserem Tagesgeschäft angelangt. Alfred Fehlmann stellt Ihnen in einem ausführlichen Exposé das neue Fusionsgesetz vor. Dies ist wohl ein zusätzliches Gesetz, es sollte jedoch bei vernünftiger Anwendung nicht zur Überregulierung sondern zur Flexibilisierung der Wirtschaft führen. In einem weiteren Artikel behandelt Herr Fehlmann Änderungen bei der MWSt-Saldobesteuerung. Eine ewige Baustelle ist die berufliche Vorsorge. Camille Suter stellt Ihnen die wichtigsten Neuerungen vor.
Am Jahresende werden wir über Änderungen bei den Steuern, Sozialversicherungen, und wirtschaftsrelevanten Gesetzen sowie über fragwürdige Pro-Fiscus-Entscheide berichten. Heute fügen wir gerne noch drei Internas an: Erna Berz konnte kürzlich das
30. Dienstjubiläum feiern. Frau Berz darf sicher als gute Seele der ORTAG bezeichnet werden. Wir danken ihr an dieser Stelle herzlich für die tolle Zusammenarbeit in all den Jahren. Magnus Casutt dürfen wir zur erfolgreich bestandenen Prüfung zum Fachausweis Rechnungswesen gratulieren. Im Oktober werden wir unsere neue Homepage www.ortag.ch aufschalten. Besuchen Sie uns doch mal elektronisch, Sie können uns dort noch besser kennenlernen und finden viel Know How und Wissenswertes aus unseren Fachgebieten. Bis bald und
mit freundlichen Grüssen
Anhang zur ORTAG INFORMATION September 2004
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